Ewigkeiten nicht gelesen und mal ein anderes Genre... ;)Autor: Sherryl Jordan
Erschienen: 2006 bei Carlsen / 2001 bei Sauerländer
Genre: Roman
Worum es geht: Die Geschichte spielt im Mittelalter, sehr genaue Daten werden nicht genannt. Marnie ist sechzehn Jahre alt und die Tochter eines Verwalters. Um ihre Familie unterstützen zu können wird mit dem um vieles älterer Lord Isak verheiratet, der ein sehr unangenehmer Zeitgenosse ist. Mit ihm zieht sie in ein Dorf namens Torcurra, in ein Haus an einer Bucht. Ein Haus, das einst Isaks Großmutter gehörte, die als Hexe angeklagt hingerichtet wurde. Aufgrund dessen wird dieses Haus von den Dorfbewohnern normalerweise gemieden, es soll ein Fluch auf dem Haus lasten.
Beim Reparieren des Daches kommt es schließlich zu einem Unfall und Lord Isak stirbt, wodurch Marnie nicht nur Misstrauen vom Dorf erntet, sondern auch beschuldigt wird, ihren Mann umgebracht zu haben. Nur Pater Brannan, der Pfarrer im Dorf, hält zu ihr und freundet sich mit ihr an. Durch den Schutz des Pfarrers konnte Marnie zunächst auch weiterleben. Sie macht schließlich Bekanntschaft mit dem Dorfirren Raven, der angeblich besessen sein soll. Er wird gemieden und übernimmt nur gelegentlich Botengänge für den Pfarrer. Keiner kann mit ihm kommunizieren, doch dann bemerkt Marnie den Grund: er ist taubstumm. Mit selbst ausgedachter Zeichensprache kann Marnie nach einiger Zeit doch mit Raven kommunizieren und so entsteht eine besondere Verbindung zwischen beiden. Doch das wird Marnie schließlich zum Verhängnis. Die Dorfleute halten die Zeichensprache für Teufelswerk und klagen Marnie der Hexerei an. Sie soll sich der Feuerprobe unterziehen, wenn sie ihr nicht stand gibt, soll sie hingerichtet werden. Ist es überhaupt möglich frei zu kommen?
Meine Meinung: Das Buch habe ich Ewigkeiten nicht mehr gelesen, aber es ist toll. Zufällig habe ich es im Ruheraum meiner Schule entdeckt, als ich einmal Mittagspause hatte. Später habe ich es selbst gekauft. Als ich es las war ich wohl etwa zwölf oder dreizehn und wir hatten das Thema Mittelalter und Hexenverbrennung auch im Geschichtsunterricht. Dieses Buch ist ein Roman, das deutlich Umstände dieser Epoche zeigen und trotzdem nicht unbedingt ein "Lehrbuch" ist (bzw. viel Hintergrundwissen erfordert). Es ist mit viel Gefühl geschrieben und derweil liegt mein Exemplar neben mir und hat auf dem Rücken ein paar Knicke (was ein gutes Zeichen ist). Die Personen sind sehr authentisch und man kann sich mit ihnen einfühlen. Manchmal wirkt mir die Geschichte (aus jetziger Sicht) etwas voraussehbar, trotzdem ist es sehr lesenswert.
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